Suchtprävention am Arbeitsplatz
Interne Regelungen der LUH zur Suchtprävention

Interne Regelungen zum Genuss- und Rauschmittelkonsum

RAUCHVERBOT

Seit 2007 gilt in der Leibniz Universität Hannover das Niedersächsische Nichtraucherschutzgesetz. Danach ist in allen Räumen und Fahrzeugen, selbst in allein genutzten Räumen, zu denen sonst niemand Zutritt hat, das Rauchen untersagt.

Bei Nichteinhaltung wenden Sie sich bitte an den Leiter der jeweiligen Einrichtung, der das Hausrecht innehat. Dieser sorgt dann für die Einhaltung dieser Vorgabe.

Niedersächsisches Nichtraucherschutzgesetz
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ALKOHOLKONSUM

Der Konsum von Alkohol während der Dienstzeit ist grundsätzlich nicht erwünscht.

Ausnahmen bilden gelegentliche Feierlichkeiten, die von der oder dem zuständigen Vorgesetzten genehmigt werden sollten.

Alkoholverbot bei riskanten Tätigkeiten

Bei Arbeiten mit erhöhter Unfallgefahr, den sogenannten „gefahrgeneigten Tätigkeiten“, besteht an der Leibniz Universität Hannover ein Alkoholverbot. Wer Alkohol oder andere wahrnehmungsverändernde Substanzen konsumiert, handelt grob fahrlässig und ist bei einem Unfall schadensersatzpflichtig.

Nach dem Arbeitsschutzgesetz ist jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer verpflichtet, die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten auf Gefahren am Arbeitsplatz hinzuweisen. Das bedeutet, dass Sie nicht einfach wegschauen dürfen, um jemanden nicht "anzuschwärzen", wenn z.B. Alkohol konsumiert wurde.

Vorgesetzte müssen bei einem Unfall mit Regress- und Schadensersatzforderungen rechnen, wenn sie einen riskanten Konsum in ihrem Zuständigkeitsbereich wissentlich toleriert haben.

In einem Rundschreiben wird diese Regelung näher erläutert: Sicherheitsgefahr durch den Konsum wahrnehmungsverändernder Substanzen (PDF)


Welche Alkoholmenge ist denn nun sicherheitsrelevant?

Hier bietet es sich an, die Regeln der Straßenverkehrsordnung heranzuziehen. Alkohol beeinträchtigt schon in kleinen Mengen die Fahrtüchtigkeit. Als Fahrer oder Fahrerin wird bei einer Promillezahl von 0,3 und einem Fahrfehler bereits der Führerschein eingezogen und bei einem Unfall verweigert die Fahrzeug-Versicherung meist den Schadensersatz. Auch beim Fahren unter dem Einfluss von Medikamenten, die die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen, oder nach dem Konsum illegaler Drogen, gibt es Punkte im Flensburger Fahreignungsregister (FAER).

Wenn Sie alkoholhaltige Getränke gekauft haben, können Sie mit folgender Formel ausrechnen, wieviel Gramm reiner Alkohol darin enthalten ist:

Volumen in cm³ x Alkoholgehalt in % Vol. x 0,8 Gramm/cm³
Formel für die Berechnung des Alkoholgehalts eines Getränks in Gramm
Werbeverbot

In allen Räumen der Leibniz Universität Hannover ist die Werbung für Suchtmittel und wahrnehmungsverändernde Substanzen nicht gestattet.

REGELUNGEN FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

Akut gefährdete Personen nach Hause schicken

Die Dienstanweisung zur Unfallverhütung zeigt die konkreten Umsetzungsschritte auf, wenn Beschäftigte wegen des Konsums von Alkohol, Drogen oder Medikamenten Gefahr laufen, sich oder andere zu gefährden. Wenn die Arbeitsfähigkeit nicht mehr gegeben ist, schickt der oder die Vorgesetzte, nach subjektiver Beurteilung der Lage (Anscheinsbeweis), die betreffende Person nach Hause. Dafür sucht er oder sie sich einen Zeugen bzw. eine Zeugin und sorgt für einen sicheren Heimweg. Die auffällige Person wird darauf hingewiesen, dass sie das Gegenteil beweisen kann durch eine ärztliche Blutuntersuchung innerhalb von zwei Stunden.


Lösungsorientierte Gespräche mit suchtgefährdeten Beschäftigten

Für eine Führungskraft ist es von besonderer Bedeutung, dass sie im Falle einer Suchtgefährdung geeignete Gespräche führen kann, um nachhaltige Veränderungen zu erzielen. Zur Vorbereitung solcher Gespräche wurde ein Leitfaden für Vorgesetzte erstellt, der konkrete, praktische Hinweise zur Durchführung gibt.

Damit Führungskräfte bereits im Vorfeld von Suchtproblemen und bei ersten Anzeichen gesundheitsrelevante Themen ansprechen können, wurden in dieser aktualisierten Ausgabe das Fürsorgegespräch und das Klärungsgespräch neu aufgenommen.


Interventionsgespräche mit suchtgefährdeten Beschäftigten

Bei wiederholter Auffälligkeit durch riskanten Suchtmittelkonsum hat sich das Vorgehen nach einem Stufenplan bewährt.

Der Interventionsleitfaden der Leibniz Universität Hannover enthält die Anleitung zu einer Gesprächsfolge, den sogenannten Stufenplangesprächen, die sich bei suchtmittelauffälligen Beschäftigten seit Jahrzehnten bewährt haben. Dabei werden anhand der Auffälligkeiten am  Arbeitsplatz konsequent Maßnahmen eingeleitet und mit einem konkret ausgesprochenen Hilfeangebot verbunden.

Bitte setzten Sie sich mit der Suchtbeauftragten in Verbindung, um ein Stufenplangespräch vorzubereiten.

Beim Gespräch der 1. Stufe erhält der oder die auffällige Beschäftigte neben dem Interventionsleitfaden auch eine aktuelle Liste der Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Menschen mit Suchtproblemen sowie die Aufforderung, bei der Suchtbeauftragten eine suchtspezifische Einweisung in die Arbeitssicherheit wahrzunehmen.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

KONTAKT

Die Suchtbeauftragte Frau Schwarz Die Suchtbeauftragte Frau Schwarz
Anne Schwarz
Beauftragte
Adresse
Wilhelm-Busch-Straße 22
30167 Hannover
Gebäude
Raum
204
Die Suchtbeauftragte Frau Schwarz Die Suchtbeauftragte Frau Schwarz
Anne Schwarz
Beauftragte
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30167 Hannover
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